Besonderes

Behandlungsplatz-Bereitschaft 50 NRW

Als Behandlungsplatz 50 (Abkürzung BHP 50) wird eine Einrichtung mit einer vorgegebenen Struktur bezeichnet, in der mindestens 50 Verletzte bzw. Erkrankte pro Stunde nach Sichtung notfallmedizinisch versorgt werden können. Von dort erfolgt ggf. der Transport in weiterführende medizinische Versorgungseinrichtungen. Der BHP 50 ist Bestandteil der Katastrophenschutzkonzepte des Landes NRW.

Auch wir, die Löschgruppe Lockhausen, gehören neben den Löschgruppen Wüsten, Retzen und Wülfer-Bexten, zu der BHP 50 Einheit im Kreis Lippe. Außerdem sind das THW Lemgo sowie die Johanniter, die Malteser und das Deutsche Rote Kreuz immer mit vor Ort.

Innerhalb kürzester Zeit werden 4 große Zelte aufgebaut und mit Strom, Licht, Wärme und medizinischer Ausrüstung versorgt. Im ersten Zelt werden die Patienten vom Notarzt gesichtet und auf die verschiedenen Behandlungszelte verteilt. Hier werden die Patiententragen auf den dafür vorgesehenen Gestellen befestigt und die Patienten von den Sanitätern und Notärzten medizinisch versorgt. Nach der Erstversorgung werden die Patienten für die weitere Behandlung nacheinander mit dem Rettungswagen in die umliegenden Krankenhäuser gefahren.

Aber neben den regelmäßigen Übungen gibt es auch den wirklichen Ernstfall. So sind wir beispielsweise im Mai zu einer Jugendherberge in Oerlinghausen gerufen worden. Hier hatten sich mehrere Kinder mit einem Darmvirus infiziert und mussten vor Ort medizinisch erstversorgt werden, bevor sie ins Krankenhaus transportiert wurden.
Darüber hinaus sind wir auch an der Übung LÜKEX 2010 beteiligt gewesen.

Hier einige Bilder von Übungen:

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bhp_50_9.2011_1 bhp_50_9.2011_2

LÜKEX 2010

Am 27./28.01.2010 fand in der Bundesrepublik Deutschland eine länderübergreifende Krisenstabsübung unter der Bezeichnung “LÜKEX 2010″ statt. Neben den Krisenstäben des Bundesinnen- und Bundesumweltministeriums waren die Krisenstäbe der vier Kernübungsländer Bayern, Berlin, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen an der Übung beteiligt.

Das Land Nordrhein-Westfalen hatte entschieden, dass neben der Bundesübung auch vier landesweite Teilübungen stattfinden werden. An diesen Landesübungen waren beteiligt die Stadt Köln, der Rhein-Kreis Neuss mit der Stadt Dormagen, der Oberbergische Kreis mit der Stadt Gummersbach und der Kreis Lippe mit der Stadt Lemgo.

Ziel der nordrhein-westfälischen Landesübungen war eine Überprüfung der Zusammenarbeit zwischen den Krisenstäben des Landes, der Bezirksregierungen sowie der Kreise und Kreisfreien Städte. Zeitgleich sollten die Katastrophenschutzkonzepte des Landes “Behandlungsplatz 50 NRW” (BHP 50 NRW), “Patiententransportzug 10 NRW” (PTZ 10 NRW) und “Verletztendekontamination 50 NRW” (V-Dekon NRW) praktisch geübt werden.

Das Szenario der Übung in Lemgo basierte auf folgende Angaben:
In den Abendstunden (ca. 20:30 Uhr) ereignet sich während des Bundesligahandballspiels TBV Lemgo gegen THW Kiel ein Anschlag im Kongressbereich der Lipperlandhalle in Lemgo. Der Anschlag in der Lipperlandhalle in Lemgo wurde vom Kreis Lippe gemäß der Übungsvorgabe des Landes Nordrhein-Westfalen als Großschadenereignis (GSE) eingestuft.

 

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